Workshop: Arbeiten mit Ebenen
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Ebenen erleichtern primär die Gestaltung von Montagen und Illustrationen. Aber sie verbessern auch auf einfachem Weg Fehlbelichtungen, korrigieren Farben oder tragen subtil unter Sichtkontrolle Filtereffekte auf. Kurzum: Anspruchvolle Bildbearbeitung ist zwar ohne Ebenen nicht unmöglich, aber sehr, sehr beschwerlich.
Das Prinzip, nach dem die Ebenen funktionieren, lässt sich leicht nachvollziehen. Zunächst einmal gibt es ein Ausgangsbild, einen lichtundurchlässigen Papierabzug – in der Sprache von Photoshop „Hintergrundebene“ genannt. Darauf werden im Laufe der Bearbeitung mehrere transparente Folien gelegt, die ganz oder teilweise mit Motivelementen bedeckt sind. Sie lassen sich frei auf dem Ausgangsbild bewegen und mit dem Untergrund verrechnen.
Waren die Ebenen lange nur auf gepixelte Inhalte beschränkt, sind in den letzten Photoshopversionen viele Neuheiten hinzugekommen.
Hinweis: Dieser Workshop funktioniert mit Photoshop ab Version 5.5. Für größere Bildansichten bitte auf die Bilder klicken.
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Die Hintergrundebene
Jedes Bild, das aus einem Scanner, einer Digitalkamera oder von einer Photo-CD in den Rechner gelangt, besteht zunächst aus einer einzigen Ebene: der Hintergrundebene. Sie ist im Gegensatz zu allen anderen Ebenen voll deckend. Löscht man hier eine Auswahl oder bearbeitet sie mit dem Radiergummi, werden diese Bereiche durch die aktuell gewählte Hintergrundfarbe ersetzt.
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Ebenenumwandlung
Durch einen Doppelklick auf den Eintrag in der Ebenenpalette und die Bestätigung des Folgedialogs können Sie jede Hintergrundebene in eine „normale“, transparente Ebene umwandeln. Sie heißt anschließend „Ebene 0“. Die Rückumwandlung in eine Hintergrundebene erfolgt bei Bedarf über den Befehl „Hintergrund aus Ebene“, der sich im Ebenenmenü unter „Neu“ befindet.
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Transparenzebenen
Alle Ebenen außer der Hintergrundebene sind „lichtdurchlässig“. Entfernt man hier einen zuvor mit Pixeln gefüllten Bereich, ist anschließend das Transparenzmuster oder eine darunterliegende Ebene zu sehen. Ebenentransparenzen werden beim Export in Layoutanwendungen wie QuarkXpress automatisch in weiß umgewandelt. Die bisher einzige Ausnahme ist Adobes InDesign.
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Ebenen hinzufügen
Weitere Ebenen lassen sich auf vielerlei Art hinzufügen: leere Pixelebenen erzeugt ein Klick auf das Abreißblocksymbol am unteren Rand der Ebenenpalette. Zieht man eine bereits angelegte Ebene dorthin, wird sie dupliziert. Ebenen aus anderen Bildern übernimmt man per „drag & drop“. Eingefügte Inhalte aus der Zwischen ablage erscheinen automatisch als eigene Ebene.
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Ebeneninhalte verschieben
Die Pixel in den Ebenen bewegen Sie unabhängig vom Rest des Bildes. Auf der Arbeitsfläche, aber auch über den Rand hinaus. Solange Sie die Ebenen nicht reduzieren oder das Bild beschneiden, bleibt die Information erhalten. Um den Inhalt einer Ebene zu verschieben, müssen Sie sie vorher aktivieren. Sie können eine automatische Aktivierung in der Optionspalette einstellen.
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Ebenen zusammenfassen
Häufig braucht man Ebenen nur zur Konstruktion. Sind die Arbeiten abgeschlossen, kostet der Erhalt der Ebenen bei der Weiterbearbeitung unnötig Arbeitsspeicher. Je nach Anwendungsbedarf können alle Ebenen auf eine Hintergrundebene reduziert, nur die sichtbaren oder zusammenliegende zusammengefasst werden. Die Befehle dafür befinden sich im Kontextmenü der Ebenenpalette.
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Ebenenhierarchie verändern
Die Anordnung einer Ebene in Hierachie ist nicht festgelegt. Außer bei der Hintergrundebene, die immer ganz unten liegt. Alle anderen Ebenen können durch Anklicken und Ziehen verschoben werden. Während des Verschiebevorgangs hilft ein schmaler schwarzer Streifen dabei, die Ebene richtig zu positionieren.
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Ebenenset
Wer bei komplexen Montagen oder im Webdesign mit sehr vielen Ebenen arbeitet, kann diese ab der Photoshopversion 6 in Ebenensets zusammenfassen. Diese Technik hilft nicht nur, den Überblick zu erhalten, sondern erleichtert auch das Verschieben oder Kopieren von komplexen Ebenenkonstrukten. Ein Ebenenset erzeugen Sie mit der Ordner-Schaltfläche unten in der Ebenenpalette.
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Fixierungseinstellungen
Ebenen sind ganz oder teilweise vor Veränderungen schützbar.
Um sie nach einer Bearbeitung nicht versehentlich zu verändern,
lässt sich der Ebeneninhalt fixieren. Damit sie an ihrer Position in
der Ebenenhierarche bleiben, gibt es einen Positionsschutz. Die
wichtigste Schutzform betrifft jedoch die Transparenz. Damit lassen
sich Ebenenobjekte isoliert umfärben oder filtern.
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Verrechnungsmodi
Transparente Ebenen sind lichtdurchlässig und können daher mit anderen Ebenen verrechnet werden. Dazu stehen in der neuesten Photoshopversion insgesamt 22 Verrechnungsmodi zur Verfügung. In der Ausgangsstellung ist der Modus „Normal“ vorgewählt. Dieser ist streng genommen kein Verrechnungsmodus, weil er die Pixel Ebene opak über die darunterliegenden Informationen stellt.
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Deckkraft
Im oberen Bereich der Ebenenpalette befindet sich ein Regler, mit der die Deckkraft einer Ebene einstellt. Die Einstellungen können Sie auch mit der Tastatur steuern: Nach einem Klick in das Zahlenfeld ändern die Tastenkombinationen „Alt+ Pfeil aufwärts / Pfeil abwärts“ den Wert um jeweils ein Prozent. Um zehn Prozent springt er bei zusätzlich gehaltener Umschalttaste.
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Ebenenmaske
Um Teilbereiche einer Ebene auszublenden oder weiche Übergänge zu schaffen, bedient man sich der Ebenenmaske. Erzeugt wird sie mit einem Klick auf das Maskensymbol am unteren Rand der Ebenenpalette. An den weißen Stellen der Ebenemaske ist der Ebeneninhalt voll sichtbar, an den schwarzen ausgeblendet. Ebenenmasken lassen sich wie Graustufenbilder nachbearbeiten.
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Sichtbarkeit und Bearbeitung
Alle Ebenen lassen sich einzeln ein- und ausblenden. Der Sichtbarkeitszustand einer Ebene wird mit einem Auge vor der Miniatur in der Ebenenpalette symbolisiert. Ihre Bearbeitbarkeit mit einem Pinselsymbol dargestellt. Eine Ebenenmaske ist zur Bearbeitung bereit, wenn statt des Pinsels ein Maskensymbol zu sehen ist. Im Kontextmenü der Maske stehen weitere Optionen zur Verfügung.
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Ebenengruppe
Ebenen können sich gegenseitig beschneiden, werden sie als Gruppe definiert. Dazu wählt man die oben liegende Ebene aus und ruft den Befehl „Mit darunterliegender Ebene gruppieren“ aus dem Ebenenmenü auf. Anschließend bleibt die Wirkung der obenliegenden Ebenen ausschließlich auf die gruppierte Ebene beschränkt. In der Praxis nutz man solche Gruppen wie hier für Teilkolorationen.


















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